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Socken gegen Höschen? – Kleidertauschparty von Greenpeace

Am dreizehnten Juni, zweiten Samstag im sechsten Monat 2015, fand im joker, einer Bar, Kneipe oder gar, wie der Slogan schrieb, zweiten Heimat für einige Besucher, die erste große Kleidertauschparty von Greenpeace statt. Das aber nicht als Einzelaktion auf Dortmund beschränkt, sondern im Rahmen eines Gruppenaktionstages bundesweit, also in mehreren großen deutschen Städten.

Auch around-u Reporter Yup war dabei und hat seine zwei alten Hawaii Hemden gegen eine Badehose eingetauscht, um für den Sommer, der ja in offiziel einer Woche beginnt, laut Kalendar, gewappnet zu sein. Die Kleidung lag und hang in der Gaststätte aus, dass man sowohl Männer also auch, und das am meisten, Frauenkleidung tauschen konnte, da Frauen wohl als die Shopping- oder Tauschbegeisterten erschienen. Die Kleidung war teils nach Größen sortiert, als angefangen bei S über M bis hin zu XXL? Kleider, Röcke, Hemden, Tshirts, Hosen und die ein oder andere Socke in allen Größen und Farben wie geschrieben.

tI6jkn9eRVv1kA0cVx2mmXWQzciZrHjmEIjad7AXhLMNeben dem Tauschen fand im Anschluss für alle Interessierten ein Fotoshooting statt, durchgeführt durch Malte, Greenpeacemitglied, und seiner Spiegelreflexkamera. Neben einer Pappfigur, der Ikone der Aktion, leider ohne Namen, konnte man sein ertauschtes Kleidungsstück oder im Plural auch Stücke präsentieren, während ein Pappschild die eigene Botschaft schrieb.

Greenpeace setzte mit der bundesweiten Tauschparty ein klares Zeichen gegen die hohen Produktionskosten; dass eine einzelne Jeans in der Herstellung 7000 Liter benötige, wie es einer der Flyer schrieb, erschien da überproportional zum einmaligen Waschen nach dem Tausch. Auch andere Aktionen, so der Flyer weiter, wie Upcycling, dem Auf- oder Umwerten von Kleidung als Fashiongap, Lücke der Modeindustrie, wurden beworben, Repair Cafes zum gleichzeitigen Austausch und Reparieren von Kleidung als auch eco Fashionlabels, die teils bereits auf den Catwalks der Welt liefen. Miau.

Nach einem Tausch, dem dazugehörigen Fotoshoot und als geschrieben dem Durchlesen der Broschüre „Es reicht!“ von Greenpeace, war Yup reicher an Erfahrung, hatte seinen Kleiderschrank ausgemistet und sogar zwei neue Teile in seinem Kleidersortiment. Weiter wichtig erschien die Detoxkampagne von Greenpeace, die sich globusweit mit der Wasserverschmutzung durch Textilfirmen und der Möglichkeit zur deren Vermeidung beschäftigt. Auch Links wie kleiderei.com, wo man Kleidung wie Bücher für einen Monat ausleihen kann, um sie dann zurückzusenden, oder Upcyclingworkshops erschienen interessant; es können selbst Laien zu Designern werden und so Altes zu Neuem verwerten. Selbermachen kommt in Mode?

281859_937078279673038_739343643332507174_nDarüberhinaus verwies ein Link auf den Kleiderkreisel.de, wo man Kleidung ähnlich einer Tauschparty tauschen oder kaufen kann, secondhand. Unter gpurl.de/modeumfrage_kurz kann man an einer Umfrage teilnehmen, auf der Greenpeacehomepage gäbe es eine interaktive Karte mit Adressen für Repair Cafes, und der Aufruf Konsumbotschafter zu werden, andere dazu zu sensibilisieren nicht in Masse sondern Maßen zu konsumieren, auch Kleidung unter greenpeace.de/konsumbotschaft. Neben der vielen Links gab Christian Grolms, Leiter der Greenpeace Erwachsenengruppe die Information, dass die Jacks, die jüngere Bande von Greenpeace Dortmund, eine ähnliche Aktion bereits geplant hatte und in Zukunft hoffentlich noch mehr Kleidertauschpartys folgen. Weitere Fotos folgen in Kürze. Im Hintergrund lief Musik zum Tauschanregen.

Es schrieb Yakup Julian Sarli
Die Fotos sind von Malte Stocker, Greenpeace.
Weitere Fotos von Hanna Sander & Malte Stocker gibt´s hier & mehr Fotos von ihm & der Kleidertauschparty in Dortmund hier!

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