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Seelenlos & Ungestüm – Eine Kurzgeschichte mit pseudointellektueller Auslegung

ungestuem

Mitunter vielerlei Orts fragt man sich stets nach radikalen Veränderungen. Eine Flasche aus rangiertem Plutonium, ein Füllfederhalter aus gezinktem Quarzsubtrakt. Warum nicht? Ein wenig Abwechslung wäre doch nett.

Als ich also dort sitze kommt dieser Typ und fragt mich blindlings nach der Meinung bezüglich einer heiklen Debatte welche sich mir gegenüber bislang verschlossen hatte, zum größten Teil. Ich frage sagend: ” Was du willst, will ich wissen! ” Meine Worte treffen auf nichts sagende Blicke geprägt von Terror & Missgunst.

Einerseits rein auto-didaktisch, andererseits mehr traditionell erschließt sich mir nach stundenlanger, wortkarger Diskussion folgender Entschluss: Er meinte eben jene, welche ich selbst bereits anzweifelte. Man stelle ihm nach, fügte er hinzu und ich wusste zugleich – ein Querulant war meinem Gegenüber nicht gänzlich unähnlich. Penibel und peinlich genau betrachte man simple Sachverhalte und erzeuge eine gewisse Unterart von sehr hartem Stress .

Eine wilde Hetzjagd folgte dieser Auseinandersetzung.

Durch Straßen und Gassen bahnten wir uns den Weg. Atemlos begutachteten uns außenstehende Individualkörper in menschlicher Form, sich in Floskeln unterhaltend. Als das Ziel nahte, drehte ich mich noch einmal um, um zu schauen ob ich ihn abgehängt hätte, wäre ich nicht bereits abgehangen worden.

In stiller Zuflucht drangsalierte mich ein Passant. Seelenlos & Ungestüm wie all die grobschlächtigen Heerscharen der Frühstückenden.

In stiller Trauer,

niemand.

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