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Phono/Graph Ausstellung auf der U2_Kulturelle Bildung

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Wieder einmal gab es im Dortmunder U viel zu entdecken . Denn am Freitag dem 7. September lud das Dortmunder U wieder zu einer spannenden Ausstellungseröffnung ein. Wie bereits erwartet drehte sich auch die Ausstellung Phono/Graph um Klänge und neue Wege der Wahrnehmung zu eröffnen.

 

Bereits wenn man die U2_Kulturelle Bildung (2. Etage im Dortmunder U) betritt, fällt einem eine ca. 8-10 Meter lange Schallplatte auf, die komplett aus angehäufter Kohle besteht.

Der Künstler, der dahinter steckt heißt Yukio Fujimoto. Beschäftigt man sich mehr mit seinem Lebenslauf und seinen Erfahrungen, merkt man schnell, dass er nicht nur sein Exam an der musikwisschenschaftlichen Fakultät in Osaka machte, sondern sich  auch  den Klängen des Alltags hingibt und  durch Installationen, Performances und Workshops den Besuchern seine Eindrücke und Wahrnehmungen mitteilen möchte.

Aber nun zurück zu der Schallplatte. Im Eingangsbereich lässt sich zu jedem Werk ein Zettel mitnehmen, auf dem die Intention und die Erklärung des Werkes genauestens erklärt ist. Die Schallplatte aus Kohle ist nur eine Form der Schallplatte, die Fujimoto kreierte. Bereits in England, Perth und Australien hat er die Schallplatte mit immer wieder anderen Materialien (wie z.B. Unlasierte Fliesen) gestaltet. Auf die Idee kam Fujimoto, als er an einem kalten Morgen im Spätherbst bemerkte, dass die Blätter, die auf der Straße lagen für ihn wunderschöne raschelnde Geräusche machten. „Der Bodenbelag aus trockenen Blättern ist eine Schallplatte; die Rolle der Nadel, die Töne hervorbringt, wird von den Füßen der Besucher übernommen.“

 

Aber nicht nur Dinge hören kann man in der Ausstellung, sondern auch eine ganze Menge sehen. So ist zum Beispiel auf einem Tisch ein großes Stück Papier gelegt worden, auf diesem erstmal nichts weiter zu erkennen ist. Nimmt man jedoch das Vergrößerungsglas und schaut genauer hin, entdeckt man dort das Wort Echo in tausendfacher Wiederholung. Die Buchstaben „Echo“ in ihrer Wiederholung sollen den Widerhall von Tönen versinnbildlichen.

 

Nun möchte ich euch aber nicht zu viel verraten, sondern fordere euch auf diese Ausstellung zu besuchen und sich mit den Ausstellungsstücken zu beschäftigen. Vieles ist nicht auf dem ersten Blick (oder hören) erkennbar und man braucht eine gewisse Zeit, bis man den Hintergedanken des Künstlers versteht.

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 21.10.2012 in der U2_Kulturellen Bildung (2. Etage) im Dortmunder U. Der Eintritt ist frei.

 

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