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MINECRAFT – KULT MIT ECKEN UND KANTEN

Fast erinnert Minecraft an alte Lego-Zeiten. Denn die Spielwelt besteht aus unzähligen viereckigen Blöcken, und der Spieler kann jeden dieser Blöcke ab- und woanders wieder aufbauen. Nur dass man das Bauprojekt speichern kann und nicht abbauen muss, bevor Mama nach Hause kommt! Der Entwickler Markus Persson alias Notch programmierte mit Minecraft ein Game, das auf einem simplen Spielprinzip beruht. Und doch zieht es den Spieler in einen unerwarteten Bann.

Das virtuelle Ich befindet sich in einer zufallsgenerierten 3D-Welt aus Bäumen, Bergen, Gewässern, Tieren und vielem mehr. Das Wetter und auch die Tageszeiten ändern sich sichtbar. Der Spieler hat die Möglichkeit, Blöcke zu kombinieren und zu verarbeiten, um andere Blöcke zu erstellen. Baum-Blöcke lassen sich zu Holz verarbeiten, Sand-Blöcke zu Glas usw. Es ist sogar möglich, Blöcke zusammenzusetzen und so beispielsweise aus Holz und Stein eine Hacke herzustellen. Dieses Werkzeug erleichtert dann den Abbau weiterer Blöcke. So entwickelt sich der Spieler langsam weiter und gewinnt durch technische Fortschritte neue Möglichkeiten, seine Ideen umzusetzen. Was am Anfang noch ein Holzhaus war, entwickelt sich vielleicht zu einer mittelalterlichen Stadt. Oder zu einem Hochhaus mit Bahnanschluss.

Damit richtet Minecraft den Fokus nicht auf den Aufbau zwischenmenschlicher Kontakte und das Leben an sich (wie Sims), sondern eher auf die Architektur und die Ingenieurskunst. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das ist aber bei weitem noch nicht alles.

Wem im Einzelspieler-Modus der Kontakt zu anderen zu kurz kommt, der kann den Online-Modus nutzen. So lässt sich gemeinsam mit Freunden eine eigene Welt erbauen, und der Spielspaß ist garantiert. Um jedem Spielertyp den optimalen Spaßfaktor zu bieten, besitzt Minecraft noch weitere Modi. Action-Liebhaber können ihre Welt mit Monstern bevölkern, die im Dunkeln lauern. Hierbei sind ausgefeilte Monstervarianten anzutreffen, die dem Spieler so manche Hürde in den Weg stellen. Baut er sich aus den Blöcken Waffen und Rüstungen, so wird er in diesem Modus zum Monsterjäger. Erfolgreiche Jäger erhalten Objekte, durch deren Kombination sie wiederum neue Gegenstände bekommen, die den Fortschritt des Spielers begünstigen. Dadurch wird das Spielgeschehen nie langweilig. Wem es hingegen nur ums Bauen geht, der überspringt im Creative Mode die Materialbeschaffung und das Crafting (Kombinieren). In diesem Modus ist jeder Block abrufbereit. So kann das gewünschte Bauprojekt sofort mit vollem Elan durchgezogen werden.

Das Spiel wurde komplett mittels Java programmiert, es bietet also keine grafischen Hochleistungen. Trotzdem hat Minecraft in kürzester Zeit einen unglaublich hohen Beliebtheitsgrad entwickelt. Um ein erfolgreiches Spiel auf dem Markt zu bringen, ist also vor allem eines nötig: ein wirklich gutes Spielprinzip! Minecraft bietet Abwechslung in der virtuellen Welt. Zudem fördert es die Kreativität und die logischen Fähigkeiten des Spielers und spricht auch Menschen an, die sonst kaum spielen. Vor allem sorgt es aber für kreative Auslastung und bringt dadurch Spaß ohne Ende. Ein jugendfreies Spiel, das in uns die alte Freude an der Lego-Bastelei aufleben lässt.


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