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Kultur & Games: Die Kunst des Gamings – Kreativwirtschaft

Kultur & Games: Die Kunst des Gamings erscheint nun als neue Serie jeden Freitag und behandelt ein Thema oder Spiel. Es geht um Kultur in Videspielen, sprich Kunst, Musik oder Literatur. Wie verarbeitet das Medium Videospiel die verschiedenen Themen? Oder sind Videospiele schon selbstständige Kunstformen, wie zum Beispiel der Film? Heute stellen wir die Rahmenbedingungen vor in den Spiele entstehen. Ab nächster Woche zeigen wir wie viel Kultur in ein Videospiel steckt!   Wünsche und Anregungen könnt ihr in den Kommentaren hinterlassen.

Heute: Videospiele in der Kreativwirtschaft

Nächsten Freitag:  Kultur & Games: Die Kunst des Gamings – Botanicula


 

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Der wohl bekannteste Klempner der Welt

Kreativwirtschaft und Spiele?

Games sind Kult. Ich würde gerne sagen seit langem, aber das trifft leider nicht ganz zu. Erst seit 2008 wurde die Spielebranche in den deutschen Kulturrat aufgenommen. Laut Max Fuchs, dem Vorsitzenden des Kulturrats, hat jeder Erwachsene das Recht sich auch „Geschmacklosigkeiten oder Schund anzusehen, bzw. entsprechende Spiele zu spielen.“ Eine Äußerung die in der Gaming Szene für Empörung gesorgt hat.

Aber Fakt ist, dass die Videospielindustrie in Deutschland fast so Umsatzstark ist wie die Filmindustrie. Im Jahr 2011 setzte die Videospielindustrie 1,99 Milliarden Euro um, wohingegen der DVD/Blu-Ray Umsatz bei nur 1,42 Milliarden Euro lag. Mit den Kinoumsätzen von rund 960 Millionen Euro liegt der Gesamtumsatz der Filmindustrie bei 2,28 Milliarden Euro. Dies beweist wie stark Videospiele in Deutschland verbreitet sind. Trotzdem erhält die Videospielindustrie nicht einmal ein Hundertstel der Fördergelder die an die Filmindustrie gehen. „Insbesondere die Software-/Games-Industrie zeigt durch die Vernetzung der verschiedenen kulturellen Sparten wie Film, Video, Musik, Text oder auch Animation das besondere Potential der Kultur- und Kreativwirtschaft“, heißt es paradoxerweise bei der Initiative für Kultur- und Kreativwirtschaft. Warum wird dann so ein besonderes Potential nur so wenig gefördert?

 

Künstlerische Berufe in Videospielen

Arenanet Studios

Schon längst sind große Spielentwickler und „Publisher“ (Herausgeber) Arbeitgeber für tausende von Menschen. Man denkt dabei meist an Programmierer und Informatiker. Sie sind zwar das Rückgrat der Spieleentwicklung und setzen die Ideen um. Die Ideen entstammen aber meist der Feder von professionellen Game Designern. Sie konzipieren die Geschichte, die sogenannte „lore“, die Charaktere, die Handlungen, den Spannungsbogen usw. Ja, fast wie Drehbuchautoren und Regisseure. Zusätzlich sind sie verantwortlich für Spielmechaniken, also wie man das Spiel spielt. Sie stellen sich die Fragen: Wie kann ich die Geschichte erzählen? Oder wie unterstützt die Geschichte meine Spielmechanik?

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Zelda: Ocarina of Time

Andere Möglichkeiten die Handlungen darzustellen sind die Formen, Dialoge und Zwischensequenzen. Die Dialoge können während des Spiels ablaufen oder kurzzeitig das Spiel „unterbrechen“. Heutzutage werden die meisten Dialoge von professionellen Synchronsprechern vertont, sogenannten „Voice Actors“. Diese sorgen nicht nur für die nötigen Informationen, sondern auch für die passende Atmosphäre.

Final fantasy XII versus CGI

Zwischensequenzen laufen meist als Computer-Generated Imagery (CGI) ab. CGI, welche auch in Filmen  wie Star Wars und Avatar verwendet wird, sorgt in Videospielen für filmreife Zwischensequenzen, die für die Handlung wichtige Momente besonders inszenieren. Dabei wird oft auf CGI gegriffen, weil damit speziell spektakuläre und realistische Effekte in das Spiel integriert werden können, die sonst die Möglichkeiten der Grafikengine übersteigen könnten. Wie im Film werden für diese Sequenzen sogenannte „Storyboards“ angelegt, die als eine Art Layout für die Grafiker, Programmierer und Sprecher dienen.

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Diablo 3 Concept Art

Die künstlerischen Leistungen enden hier aber noch nicht. Die Charaktere, die Handlung und die Geschichte sind nur soviel wert wie ihre Stimmigkeit in der Welt. So gibt es unter den Game Designern und Grafikern speziell solche, die sich ausschließlich an z.B. „Dungeons“ (Kerker) oder Städten arbeiten. Spätestens an der „Concept Art“ muss auch jeder, der nichts mit Videospielen zu tun hat, die künstlerische Leistung in Videospielen anerkennen.

 

 

 

 

Guild Wars 2 Concept Art

Guild Wars 2 Concept Art

Assassins Creed

Assassins Creed Concept Art

 

Bioshock 2 Concept Art

Alice Madness Returns Concept Art

Rayman Origins Concept Art

Okami Concept Art

Mass Effect 2 Concept Art

 

Mehr Concept Art gibt es auf creativeuncut!

 

 


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