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Halloween mit Ronald McDonald und „V wie Vendetta“

Halloween und Clowns – früher war diese Kombination unvorstellbar, aber in unserer Generation ist diese Verbindung ganz normal. Clowns haben für viele einen hohen Gruselfaktor. Doch warum ist das eigentlich so? Und was für Facetten von Clowns gibt es und wo tauchen sie auf?

Diesen Fragen bin ich passend zum Anlass an Halloween auf den Grund gegangen. Ich habe die Ausstellung „Böse Clowns“ des HMKV im Dortmunder U besucht und ich muss euch sagen: erst schlotterten mir die Knie und dann habe ich Tränen gelacht!

Zu Halloween hat der HMKV ein besonderes Programm geboten: zuerst lief der Film „V wie Vendetta“ im Kino im U und im Anschluss konnte die Ausstellung noch bis 23 Uhr besucht werden. Außerdem wurde in der Ausstellung eine Schminkaktion angeboten, bei der sich jeder in Clowns verwandeln konnte.

Also: gesagt, getan. Zuerst schaute ich mir im gemütlichen Kino im U den Film „V wie Vendetta“, den ich bis da nur vom Namen her kannte, an. Ich habe also eine richtige Bildungslücke geschlossen! Der Film hatte seinen ganz eigenen Charme: der Rächer, bei dem man sich nicht entscheiden kann, ob er nun ein Held oder ein verrückter Bösewicht ist, die Frau, die erst das schüchterne Mäuschen gibt, sich von besagtem Rächer retten lässt und später selber zur furchtlosen Kämpferin wird und der grausame Kanzler, der ganz den absolutistischen Herrscher mimt – all diese Charaktere machen den Film aus.  Neben der Liebesgeschichte und der politisch-kritischen Haltung des Films war er aber vor allem eins – blutig und gruselig. Die Kampfszenen ließen an der Menschlichkeit der Hauptperson zweifeln und die Guy-Fawkes-Maske fügte sich da perfekt ins Gesamtbild. V, besagter Rächer, wurde in einem ominösen Gefängnis als Versuchskaninchen für einen künstlich erschaffenen Virus eingesetzt, der später als Waffe gegen die Bevölkerung genutzt wird, um Angst zu verbreiten. Diese Ereignisse führen dazu, dass das brutale Regime an die Macht kommt. V, mit Guy-Fawkes-Maske ausgestattet, rächt sich nun an der Regierung, indem er alle Mitglieder der Reihe nach umbringt und so eine Revolution beginnt.  Unterstrichen wurde die Wirkung des Films noch durch den Originalton. Der britische Akzent der Akteure ließ einen einfach im Kinosessel dahin schmelzen!

Reichlich angegruselt ging es danach also in besagte „Böse Clowns“-Ausstellung, drei Etagen über dem Kino. Schon am Eingang begrüßte die Mitarbeiterin der Ausstellung mit einem wunderschön-gruseligen geschminkten Gesicht, welches mich im ersten Moment zusammenzucken ließ. Doch nicht nur sie sondern auch einige andere Mitarbeiter und Besucher nutzten das Schminkangebot. Es gab eine große Auswahl an Vorlagen und entsprechend eine große Palette an gruseligen Clowns, die die Ausstellung besuchten.

Davon abgesehen war die Ausstellung nicht besonders gruselig. Zwar waren die Nerven noch von dem Film angespannt und so wurde die Entdeckung jeder kleinen Nische zum Abenteuer, doch im Grunde zeigt die Ausstellung vor allem die Vielfältigkeit von Clowns. So hängt neben der, schon im Film zum Einsatz gekommenen Guy-Fawkes-Maske Krusty der Clown von den „Simpsons“ und es werden Werbespots von McDonald’s gezeigt, einer aus China mit einem wild tanzenden Clown und ein uralter aus Amerika. Was in dieser Ausstellung vor allem auffällt, ist die starke mediale Unterstützung, zu jeder Figur gibt es Videos, wie beispielsweise Ausschnitte aus Stephen King’s „Es“ oder Musikvideos eines Rap-Duos. Die thematische Gliederung im Hauptraum ist klar: es wird nach bekannten Figuren sortiert. In den Nebenräumen und kleinen Nischen der Ausstellungen werden Filme gezeigt, die auf jeden Fall sehr unterhaltsam sind, aber bei denen man sich fragt, was genau sie nun für einen Aussagewert haben. So wird beispielsweise ein Clip von zwei russischen Komödianten gezeigt, die sich nur mit Boxershorts, einer Mütze und blauen Clownsnasen bekleidet über Wodka unterhalten. Das sorgt für Belustigung!

 

Im Nachhinein würde ich sagen, dass der Abend absolut gelungen war. Der Film hat mich super auf die Ausstellung eingestimmt und auch diese habe ich mir mit viel Vergnügen gerne angesehen. Wer etwas gruseliges Erleben will ist dort aber falsch! Nehmt euch eine Stunde Zeit und stöbert durch die Videos, die der HMKV zusammengestellt hat und habt einfach Spaß! Oder wenn es doch informativer sein soll, gönnt euch einfach eine Führung!

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