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Gläser fliegen nur noch selten

bilder aus dem internet

Eine Polemik.

Ich finde es schwer anzufangen, denn irgendwie repräsentiert man mit solchen Aussagen ja seine ganze Generation.
Meine Meinung wird also nicht runtergebrochen zu einem Stücke, einem Teil des Ganzen, sondern quasi hochgebrochen, genau zu einem solchen Ganzen – wenn man das so einfach sagen kann.
Es heißt dann in den Medien wieder: Seht ihr, so und so ist das und als Beispiel haben wir das Mädchen das uns erklärt, wie sie sich fühlt. Aber das ist nicht richtig so, denn wer bin ich schon und woher soll ich wissen was andere sagen? Zumal man Fühlen nicht mit Denken gleichsetzten kann – denke ich. Aber wie gesagt, woher soll ich das so genau wissen? Ich habe keine Macht und ich will sie auch gar nicht haben, um zu sagen, was WIR sagen.

Verdruss, das steht im Mittelpunkt des Ganzen. Verdruss unserer Generation bezüglich Allem. Generation-Maybe, oder wie war das? Wir haben keine Meinung, kein Rückrat, kein Gewissen und erst recht keine Lust…zu, gegenüber oder auf Politik. Warum? Weil alles das selbe ist? 

Ich weiß es nicht, bin ich deswegen Generation-Maybe?

Ich denke, es ist die Transparenz. Aber Achtung – ICH denke – wer weiß was IHR denkt, ich jedenfalls nicht. Die Transparenz die uns Angst macht – mir zumindest.

 Ich stehe unter dem Druck Alles wissen, jedes Land gesehen und jedes Essen irgendwann mal gegessen zu haben, aber das habe ich nicht, weil ich einfach nur ein Teil der Welt bin, ein Teil des Ganzen halt und weder das Geld, die Macht oder die Chance dafür jemals einfach so bekommen habe.

Ob Medien daran Schuld sind? Mit ihrer Geschwindigkeit und globalen Ausweitung?
Mir jedenfalls geben sie nicht das Gefühl Alles wissen und kennen zu müssen. Eher die Gesellschaft – wenn man das so unter einen einzelnen Begriff stellen kann. Sie formt und verformt und sagt was richtig und falsch ist. Ich bin ein Teil von ihr, natürlich denke ich dann auch so wie sie.
Aber sie sagt auch, dass ich Engagement zeigen oder Opposition sein soll, gerade weil ich die innovative und frische Jugend bin. Aber ich habe keinen Weltrettungsplan im Petto, bin ich deswegen Generation-Maybe?

Ist es nicht dann vielleicht doch die Aussichtslosigkeit die den Mittelpunkt des Ganzen bildet?
Aussichtslosigkeit, weil man ja doch Nichts ändern kann, auch wenn ich das so gerne wollen würde, aber ich bin nicht das Ganze, ich kann gar nichts ändern.

Warum wir uns nicht zusammen tun fragst Du? Vielleicht weil es einfach zu viel ist. Wir werden umzingelt von Afghanistan-Krieg, Konsumgeilheit, Syrien-Konflikt, Smartphones, Vitali Klitschko in der Ukraine, traurigen Eisbären auf einsamen Schollen, Koalitionsverträgen, Hungersnöten in Entwicklungsländern, Regenwaldsterben, 3D-Kino und Vegetarismus.
Wo bleib ich? Aber stimmt, ich vergaß, ich bin ja nur ein Teil des Ganzen, einer ganzen Gesellschaft die im Endeffekt Nichts und wieder Nichts darstellt, außer sich selbst.

Wir – und jetzt spreche ich auf einmal doch repräsentativ für alle meiner Generation – werden überrollt mit der Aufgabe Macht zu übernehmen. Welche Macht, wo ist denn bitte noch welche für uns übrig? Ja, das weiß ich leider auch nicht so genau.

Ich bin dann halt doch nur die Generation-Maybe, die nicht auf die Straße geht, weil sie keine Ahnung hat; die Politik nicht versteht, weil sie das dafür nötige Deutsch nicht kann, nur das normale; die die Umwelt nicht zu schätzen weiß, weil sie den Müll neben den vollen Mülleimer wirft; die lieber in der virtuellen Welt lebt, als sich an der realen zu beteiligen; die die einfach überfordert ist.


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