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Familysunday: Meisterwerke mit Mama?

In der Kunstaustellung ‚Meisterwerke im Dortmunder U – Caspar David Friedrich bis Max Beckmann‘ der Dortmunder Kulturbetriebe, in Kooperation mit der Galerie Utermann, auch aus Dortmund, wird der Bogen von der Romantik bis hin zur klassischen Moderne geschlagen, als dass sowohl thematische, (wie „biblisch“ –  „Kunst und Krieg“ oder „die Berliner Sezession“) als auch autorspezifische Raumaufteilungen – wie im Titel der Ausstellung bereits geschrieben – die sechste Etage des Dortmunder U´s mit insgesamt 19 Sektionen, den Kunstinteressierten, aber auch den Leihen mit Aufmerksamkeit anregen können. Angefangen bei einem Einzelwerk, dem Junotempel des erstgenannten Künstlers, Caspar David Friedrich, sind viele Ölgemälde, aber durchaus auch einige Bronzestatuen und andere Plastiken zu finden.

Um einen weiteren Bogen zu schlagen, als Korrespondenz zur Thematik, hat sich around-U Reporter Yup am Familysunday, ganz besonders, generationenübergreifend mit seiner Mutter in das Dortmunder U begeben, als eher geschrieben, die sechste Etage, um sich die Ausstellung Meisterwerke näher zu betrachten. Als akademische Expertin, studierte Grafikdesignex_a_P6070471_klrin, war da das Auge geschulter bei der Mutter, als dass die Gemälde und Skulpturen beiden durchaus gefielen. Während Yup den zoologischen Garten von August Macke gefiel, war auf mütterlicher Seite der besondere Anreiz, dass der Bruch der Gesellschaft mit dem erstarkenden Bürgertum aufgezeigt wurde, dass anfangs der Adel im Portrait dann auch das Bürgertum gemalt wurde, während die Berliner Sezession, inspiriert durch die französische Malerei, die Kunst selber in den Vordergrund rückte. Der biblische Teil der Ausstellung, zwei Werke, um nicht zuviel vorweg zugreifen, war ein weiterer besonderer Themenabschnitt, der beiden gefiel, wenngleich das religiöse eher sekundär an dem Tag erschien. Mehr die Kunst und Kreativität der Künstler war primär wichtiger, als ein Artist sogar auf Bettlaken malte, da wohl das Geld für Leinwand fehlte. Ein brotloses Gewerbe?


Für die einen brotlos, für die anderen Leidenschaft und deren Meisterwerke, die der Künstler von Caspar David Friedrich, über August Macke, Emil Nolde bis hin zu Max Beckmann durchaus sehenswert noch bis zum 9. August zu sehen sind. Das Rahmenprogramm erschien umgreifend, neben Führungen gab es Filminszenierungen wie der Film ‚Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit‘ am 18. und 19. Juni gegen 20 Uhr als das abschließend die Kleinen der Gesellschaft das Wort behalten sollten und bis zum Ende der Ausstellung noch zwei Termine für Grundschulführungen zur Verfügung standen. Aus dem Alter waren sowohl Yup als auch seine Mutter raus, wobei auch Kinder am Familiensonntag gerne gesehene Gäste waren, und im Ausstellungsraum mehr herum irrten, wie in einem Irrgarten, lachend lebendig, um den Generationendialog zu kompletieren.

Alles in allem war es eine interessante Erfahrung, seit der Schulzeit mal wieder eine Ausstellung mit seiner Mutter gemeinsam zu besuchen, wenngleich der Wunschpartner anders aussah und auch einer anderen Altersklasse angehoerte, als dass es alles in allem reibungslos verlief und das geschulte Auge, wie anfangs geschrieben, der Mutter, durchaus das eigene schulen konnte und man so noch etwas von der anderen Generation mitnahm, lernte oder auf den Weg bekam. Mehr Infos als auch Buchungen für Führungen unter  museumostwall.dortmund.demo@stadtdo.de oder Telefon: 0231 50-24723.
 

 


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