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Exit through the Giftshop

Der Film  fokusiert nicht auf Banksy selbst,viel mehr beschäftigt er sich mit dem Franzosen Thierry Guetta, welcher von einem außenstehenden Dokumentator, der über Jahre hinweg die nächtlichen Aktionen begleitet, zu einem Teil der Bewegung wird.
Oder eher ein negatives Beispiel für die Entwicklung eines Menschen der mit Rum in Berührung kommt.

Durch seinen Cousin, den französischen Street Artist Space Invasor, lernt Guetta verschiedene Künstler auf der ganzen Welt kennen und hilft, lernt und filmt, was es heisst Street Artist zu sein. Dabei behauptet dieser einen Film über Street Art zu drehen, obwohl es sich eher um die Kompensation des Verlusts seiner Mutter handelt und um die Angst etwas zu verpassen, weshalb er die Momente einzufangen und für die Ewigkeit fest zuhalten versucht. Als ihn eines Tages der bekannte und anonyme Künstler Banksy anruft.

Guetta begleitet Banksy auf seinen Trips durch die ganze Welt bis hin zu seiner Ausstellung in L.A., bis Banksy ihn auffordert, das es jetzt an der Zeit wäre der Welt die Geschichte des Street Arts zu präsentieren. Doch da Guetta nie zuvor je einen Film produziert hat, sondern die Unmengen von gefilmten Tapes meistens unbeschriftet in Kisten verstaut, steht dieses vor einem unlösbaren Problem.

Banksy beschliesst, den Film selbst zusammenzustellen und gibt Guetta die Aufgabe, selbst „die Dose in die Hand“ zu nehmen. Guetta fällt in eine Art Spirale des Adrenalins und der Sucht, seine “Kunst“ zu verbreiten und beschliesst eine bombastische Austellung zu erschaffen, die mit Banksy‘s mithalten soll. Zu diesem Zeitpunkt werden Street Art Kunstwerke zu unglaublichen Summen ersteigert und beispielsweise neben Monee gehängt. Zum Ende hin schafft Guetta seine Werke noch  nicht einmal mehr selbst, sondern entwirft nur die Ideen, kopiert Warhol und verkauft hunderte Bilder mit dem gleichen Motiv – welche sich nur in ihren Farbklecksen unterscheiden – für Unsummen.

Fazit: Die Entwicklung Guetta‘s ist deutlich zu erkennen, vergleicht man die Person zu Beginn und zum Ende hin. Dazu lässt sich auch spekulieren, ob der gesamte Film nicht von Banksy selbst inzeniert wurde und eine Kritik an der Gesellschaft ausübt. Banksy spielt mit unserem Kunstempfinden und der Leichtgläubigkeit der Menschen und zeigt dabei, wie die ursprünglichen Intentionen des Street Arts Rum und Geldgier weichen.

 

Banksy: „Ich wollte einen Film drehen, der für die Graffitikunst das bewirkt, was »Karate Kid« für die Kampfkunst war – einen Film der jeden Schüler veranlasst, die Spraydose zu nehmen und loszulegen. Was herauskam, war ein Film, der für die Straßenkunst das tut, was »Der weiße Hai« fürs Wasserskifahren getan hat.“

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