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EASE THE WAY – Endspurt!

Endspurt! Nur noch 3 Tage und dann geht’s los. Dennoch haben wir momentan einiges zu erledigen. Ob wir wohl noch alles vor unserer Abfahrt organisiert bekommen? – Abwarten!

Heute war ich zum letzten Mal vor unserer Abreise zu Besuch in der Dortmunder Nordstadt bei der Auslandsgesellschaft, im Harald Koch Haus, um die letzten Details bezüglich unserer Fahrt zu besprechen und im Anschluss darauf kurz im Autohaus Rüschkamp, die uns freundlicherweise das notwendige Fahrzeug für unser Vorhaben zur Verfügung stellen. Es durchläuft momentan noch einige Tests und ist sehr bald fahrbereit.

Im Bild zu sehen sind Marc Frese (Präsident und Geschäftsführer) und Martina Plum (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Projekt- und Veranstaltungsmanagement), ohne deren Zustimmung und Annahme unserer gemeinsamen Projektidee, wir uns wohl am Montag kaum auf den Weg in den Balkan machen dürften.

Bei solchen Terminen wird einem sehr schnell bewusst, dass es bald tatsächlich losgeht und plötzlich stellen sich unendliche Fragen, auf die man verkrampft versucht eine Antwort zu finden.

Wie werde ich bei meiner ersten Ankunft im Camp reagieren? Was mache ich, wenn ich am Straßenrand Kindern begegne, die auf sich allein gestellt sind? Nehme ich sie mit und riskiere, dass ich im schlimmsten Fall im Knast lande? Oder verschließe ich mein Herz und halte von vornherein Distanz? Würde ich es im Nachhinein bereuen, es nicht getan zu haben? Und was ist mit den Grenzpolizisten? Werden sie uns Schwierigkeiten bereiten?

„Pass auf dich auf Junge“, der Satz der mich diese Woche rund um die Uhr begleitete. Mit Sicherheit auch diejenigen Personen, auf ihrem Weg nach Deutschland, beim Abschied ihrer Familienangehörigen. Nur mit einem erheblich großen Unterschied, dass sie großen Gefahren ausgesetzt waren, und dabei viele ihr Leben verloren. Aber worauf ich genau aufpassen soll, verstehe ich noch nicht. Was soll großartiges auf unserer Reise passieren? Ich bin gemeinsam mit Jannis und Sinah unterwegs in Europa (!) und nicht Syrien oder dem Libanon und überquere auch nicht das Mittelmeer oder die gefährlichen Meerengen zwischen der Türkei und Griechenland auf einem kleinen Schlauchboot.

Ich erhoffe mir lediglich, dass wir als Team neben unserer aktiven Arbeit vor Ort Euch ein umfassendes Bild – abseits der Massenmedien – davon ermöglichen können, wie die Situation auf der Balkanroute unter den momentan herrschenden Bedingungen wirklich ausschaut und vor welchen Herausforderungen die Menschen stehen, die auf der Suche nach einer neuen Lebensperspektive, vermehrt aufgrund von Terror und Krieg gezwungen sind ihre Heimatländer zu verlassen.

-Fethullah-

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