EASE THE WAY – Jannis

Featured_artikel_slider_1200x800_jannis_portraitIch bin Jannis, 20 Jahre alt und wohne derzeit bei Heidelberg. Ich habe 2013 mein Abitur absolviert und im Anschluss daran (wie ca. 50% aller deutschen Abiturienten) ein Jahr in Australien verbracht und das Reisen lieben gelernt. Seit 2014 studiere ich in Heidelberg Politische Wissenschaft und Islamwissenschaft. Ich interessiere mich sehr für fremde Kulturen und vor allem Sprachen. Neben Deutsch lerne bzw. habe ich Englisch, Spanisch, Französisch, Arabisch und Türkisch gelernt. Im nächsten Semester werde ich mich wohl dem Hebräischen annehmen. In meiner Freizeit lese ich, wie erwähnt gerne und versuche mich in diversen Sportarten. Unter anderem Fußball, Klettern, Tauchen und Windsurfen.

Die Projektidee für Ease the Way entstand noch im alten Jahr 2015 bei einem entspannten Gespräch mit meinem Kommilitonen und Freund Fethullah. Nun ist es fast so weit. Bereits lange vor besagtem Gespräch habe ich begonnen mich für die Thematik Migration und Flucht zu interessieren. Schon damals hielt ich die Situation auf dem Mittelmeer und dem Balkan für inakzeptabel. Mit dem steigenden medialen Interesse und dem folgenden öffentlichen Diskurs hatte ich die naive Hoffnung, nun könne sich alles zum Besseren wenden. Bald stellte sich heraus, dass es eine gemeinsame Lösung auf Basis der europäischen Werte nicht geben würde. Auch in Deutschland sank die öffentliche Bereitschaft zu helfen merklich. Meine Hochachtung galt damals wie heute den tausenden freiwilligen Helfern, die sich innerhalb und außerhalb Deutschlands für hilfsbedürftige Menschen einsetzten und einsetzen.

Gemeinsam mit Fethullah und Sinah möchte ich nun auch meinen Teil zu diesen Anstrengungen beitragen. Wir wollen die seit Monaten pausenlos auf dem Balkan aktiven Hilfsorganisationen unterstützen, wo wir nur können und den Flüchtenden das Gefühl vermitteln, dass es da draußen Menschen gibt, die sich für ihre Schicksale interessieren und ihnen Empathie und Offenheit entgegenbringen. Dabei ist es mir besonders wichtig auch langfristig dazu beizutragen, dass unsere Gesellschaft aufhört Kosten-Nutzen Rechnungen anzustellen und den Flüchtenden Menschlichkeit, Toleranz, Offenheit und Verständnis entgegenbringt. Ich spreche hier zwar aus der Not heraus von „den Flüchtenden“. Doch in meinen Augen ist es entscheidend, diese Kategorie aus dem öffentlichen Diskurs zu verbannen und die Menschen als das zu behandeln, was sie sind – Individuen, mit ihrer ganz persönlichen Geschichte und Charakter.

Deshalb möchte ich die Erfahrungen, die wir auf unserer Reise machen werden so gut es geht mit Euch teilen – in der Hoffnung, dass dies die gewünschten Früchte tragen möge.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>